Die Chronik des Friedrich Schoppenhorst

 

 

Der Untertitel „Über sein Leben und das, was im 19. Jahrhundert in Ladbergen geschah“ ist nicht ganz korrekt. Das habe ich leider erst gemerkt, als sich das Buch bereits im Druck befand, so dass es nicht mehr korrigiert werden konnte. Denn F. S. schreibt in seiner Chronik von der Vorgeschichte der Ladberger Umgebung, über die Urgeschichte des Dorfes bis zu den Ereignisse in Ladbergen im 18. und 19. Jahrhundert, dazu gehören z. B. Hunger und Not der Ladberger vor der Erfindung des Kunstdüngers und die erbärmlichen Erdbehausungen, in denen die Armen leben mussten. Er beschäftigt sich mit außergewöhnlichen und liebenswerten Persönlichkeiten in seinem Dorf und beschreibt ihre Taten, z. B. den Versuch das Fahrrad zu erfinden oder wie ein Bauer sein Taschengeld mit einem  selbstgebauten Karussell aufbesserte. Man kann nachlesen, warum die Pastoren des Dorfes verpflichtet waren, die Bauern zum "Torfbeer" einzuladen und nach welchem Rezept dieses "Festessen" zubereitet wurde.

Die Straße nach Lengerich und Greven wurde seit Jahrhunderten von durchziehenden Armeen benutzt, die von den Ladberger Bauern versorgt werden wollten. Doch Ladberger wussten sich zu helfen und waren z. T. recht frech und zogen auf respektlose Art ihre Vorteile daraus. Und wie verhindern die jungen Männer, von den Besatzungsheeren eingezogen zu werden?

Weiterhin wird beschrieben, warum so viele Ladberger nach Nord- und Südamerika auswanderten. Da er mit diesen Menschen auch später noch brieflichen Kontakt hatte, konnte er über deren Leben, ihre Abenteuer und ihren Problemen in der neuen Heimat ausführlich berichten.

Da damals Friedrichs Kunsttischlerei der größte Arbeitgeber in Ladbergen war, war seine Werkstatt ein wichtiger Bestandteil für die wirtschaftlichen Entwicklung des Dorfes. So förderte er die Gründung von 16 selbstständigen Tischlereien, in denen Einzelteile der Möbel gefertigt wurden, die in der Kunsttischlerei zusammengebaut und von dort in ganz Deutschland verschickt wurden.

Nicht zuletzt berichtet er über die Gründungsgeschichten des Jünglingsvereins, des Posaunenchors, der Sparkasse und der "Bäuerlichen Bezugsgenossenschaft und anderer sozialer Einrichtungen. Sollten Sie Interesse haben, schreiben Sie mir: martin@schoppenhorst.de